Wie alles begann…

Was mit der Gründungsversammlung der SG Neffeltal 1992. e.V. auf solide Beine gestellt wurde, nahm schon Monate vorher Konturen an. In nahezu endlosen Gesprächen zwischen den Vorständen der Sportfreunde Gladbach und dem FC Müddersheim wurden die Vorbereitungen getroffen, den gemeinsamen Verein SG Neffeltal 1992 e.V. zu gründen. Wie beide Vereine erkannten, näherte sich die Zeit der kleinen Fußballvereine mit dörflichem Hintergrund dem Ende, sodass sich zukünftig andere Wege auftun mussten. Die Vision war es, die Kräfte der Vereine am Neffelbach zu bündeln. Dieses Vorhaben realisierten die Verantwortlichen aus Müddersheim und Gladbach am 27. März 1992 um 2000 Uhr mit der Gründungsversammlung und somit der Taufe des gemeinsamen Kindes „Spielgemeinschaft Neffeltal 1992 e.V.“.

Auf der Versammlung in der Gaststätte „Zum Neffeltal“ in Gladbach wählten dann die Anwesenden den ersten Vorstand der SGN:

1. Vorsitzender Matthias Pieck
2. Vorsitzender Klaus Pieck
Geschäftsführer Charly Klinkhammer
Stellv. Geschäftsführer Thomas Pieck
Kassierer Günter Bachem
Stellv. Kassierer Jörg Chrisanth
Jugendleiter Hubert Rings
Obmann Wolfgang Mödder

Die Satzung wurde von den Mitgliedern verabschiedet, in der auch festgehalten wurde, dass die SGN in grün-weiß-schwarz auflaufen sollte. Die Farben der Gründervereine aus Müddersheim (schwarz-weiß) und Gladbach (grün-weiß) sind damit in der SGN weiter vertreten und werden heute noch mit Stolz getragen.

Auch wenn der SC Disternich noch nicht zur SG Neffeltal gehörte, spielte er doch eine wichtige Rolle in diesen Anfangstagen. So fand nämlich das erste Spiel der SGN auf dem Sportplatz in Disternich gegen die Vertretung aus Sievernich statt. Am 06. Juli 1992 startete damit auch das sportliche Dasein der SGN.

In den ersten Wochen eilte die SG Neffeltal von Sieg zu Sieg. Diese Serie hielt sogar Einzug in die örtliche Presse und wurde über die Gemeinde hinaus genau beobachtet und mit Respekt registriert.

 

Der erste Erfolg, der erste Pokal!

Es dauerte nicht lange, da konnte die SG Neffeltal den ersten wirklichen Erfolg der Vereinsgeschichte verbuchen. Auf dem Gemeindepokalturnier in Jakobwüllesheim verließ die SGN den Platz als Sieger. Dieser Wettbewerb hatte damals noch eine sehr hohe Stellung bei den Fußballbegeisterten innerhalb der Gemeinde Vettweiß. Die Endspiele wurden regelmäßig von mehreren hundert Zuschauern begleitet und die Leidenschaft, mit der alle Mannschaften um diese Auszeichnung kämpften, war vom ersten Spiel an förmlich zu spüren.

Dementsprechend groß war die Freude innerhalb der Reihen der SG Neffeltal, dass direkt auf Anhieb ein solcher Coup gelang und die favorisierte Mannschaft vom SV Kelz mit 4:3 geschlagen wurde. Dies ließ für die folgende Spielzeit aufhorchen und erzeugte entsprechende Erwartungen hüben und drüben.

Zusätzlich zu den Mannschaften im Senioren- wie auch im Juniorenbereich waren für die SGN auch drei aktive und zwei inaktive Schiedsrichter gemeldet. Wolfgang Fröhling stand für B- und A-Jugendspiele als Spielleiter auf dem Platz, Michael Pieck für Spiele der E- bis C-Jugend und Thomas Pieck für Paarungen der D- und C-Jugend. Daneben wurden Stephan Fröhling und Michael Backer noch als inaktive Spielleiter geführt.

Der Start kann beim Rückblick auch ein Vierteljahrhundert später noch als durchweg positiv und gelungen bezeichnet werden. In der Premierensaison erreichte die erste Seniorenmannschaft den 6. Tabellenplatz in der Kreisliga B, die „Zweitvertretung“ sicherte sich mit dem 9. Rang ebenfalls einen einstelligen Tabellenplatz in der Kreisliga C des Kreises Düren.

Die Verantwortlichen fühlten sich bestätigt und jeder war darauf gespannt, was die folgenden Spielzeiten zu bieten hatten.

Die ersten Jahre der SG Neffeltal verliefen auf sportlicher Ebene stabil, ohne Ausreißer nach oben oder nach unten.

 

Die Erweiterung durch den Lüxheimer Sportverein

Im Jahr 1995 sorgte die SG Neffeltal für die nächsten Schlagzeilen. Es folgte ein wichtiger, großer Schritt zu dem, was die SGN heute ausmacht. Nach dem FC Müddersheim und den Sportfreunden aus Gladbach schloss sich der Lüxheimer Sportverein der SG Neffeltal an. Mit nur zwei Enthaltungen stimmten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung der SGN dieser Erweiterung zu. Schon mit der Gründung der Spielgemeinschaft wurde ja bereits daran gedacht, dass es diese Art der Zuwächse am Neffelbach geben sollte. So war die Satzung des Vereins von Beginn an so konstruiert, dass weitere Vereinsanschlüsse reibungslos ablaufen können. Mit der Aufnahme der Spieler und Mitglieder aus Lüxheim konnte dann in der Spielzeit 1995/1996 sogar eine dritte Seniorenmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet werden. Und schon drei Jahre nach der Gründung konnte die Anzahl der Mitglieder von der Gründungsversammlung nahezu vervierfacht werden!

 

Erstmalig Kreisliga A

Der absolute Höhepunkt im ersten Jahrzehnt der SGN wurde dann im folgenden Jahr erreicht. Als Tabellenzweiter der Kreisliga B, Gruppe 1 stand die noch junge SGN im Entscheidungsspiel zum Aufstieg in die Kreisliga A gegen die Mannschaft aus Gey. Auf der Sportanlage in Eschweiler über Feld verfolgten am 01. Juni 1997 rund 400 Zuschauer diese richtungsweisende Partie. In der ersten Halbzeit konnte sich die Mannschaft aus Gey über den 1:0 Führungstreffer durch Peter Burlet freuen, doch nach fünf gespielten Minuten im zweiten Durchgang glich Thomas Vogt für die SGN aus. Damit ging es in die Verlängerung und da auch hier keine weiteren Treffer fielen, musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.

Im für alle nervenaufreibenden Shoot-out behielt die SG Neffeltal die Nerven und verbuchte durch zwei gehaltene Elfer von Keeper Udo Lauterbach das bessere Ende für sich. Die SG Neffeltal 1992 e.V. stand fünf Jahre nach der Vereinsgründung als Aufsteiger in die Kreisliga A des Kreises Düren fest. Erwähnenswert ist noch, dass der SC Disternich als Tabellenerster ebenfalls den Aufstieg perfekt machte. Welche Rolle die Mannen aus Disternich für die SGN noch spielen sollten, konnte an diesem denkwürden Tag noch niemand ahnen!

Schon ein Jahr später ging es für die SGN leider wieder zurück in die Kreisliga B. Es sollte aber nicht der letzte Besuch der Spielgemeinschaft in der höchsten Fußballspielklasse des Kreises Düren gewesen sein.

 

2002 – Das Double

Sollte der erste Besuch im Oberhaus des Fußballkreises Düren auch nur von kurzer Dauer sein, so wurde das Jahr 2002 umso lauter bejubelt.

Nicht alleine, dass in diesem Jahr der nächste Aufstieg festgemacht werden konnte, nein die ohnehin schon erfolgreiche Saison wurde auch mit dem Gemeindepokalsieg gekrönt. Aufstieg und Sieg im Gemeindepokal – kurzum: Das Double der SG Neffeltal!

In der Meisterschaft der Kreisliga B erreichte die SGN den zweiten Tabellenplatz mit 60 Punkten und musste somit in eine Aufstiegsrunde zusammen mit den Gegnern SW Titz und dem Jugendsport aus Frenz. Im Modus jeder gegen jeden setzten sich die Männer um Spielertrainer Detlef Mucha in den Spielen zunächst mit 4:3 gegen Titz durch, ehe dann am Fronleichnamstag Frenz klar mit 4:0 besiegt wurde.

Den Zeitzeugen von damals bleibt sicherlich das erste Spiel gegen Titz lebhaft in Erinnerung, als es in Gladbach ein Spiel auf Messersschneide gab, welches die Mannschaft aus dem Neffeltal erst in der Nachspielzeit für sich entscheiden konnte.

 

Die SG Neffeltal ist komplett!

Ein Jahr nach dem erneuten Aufstieg in die Kreisliga A wurde der letzte große Meilenstein in der Geschichte der SGN vorbereitet. Auf der Mitgliederversammlung am 04. Juni stimmten alle Anwesenden dem Beitritt des SC Disternich zu. Und knapp drei Wochen später saßen die Vorstände der SG Neffeltal und des SC aus Disternich im Sportheim in Gladbach zusammen und stimmten die notwendigen Schritte ab.

Am 19. März 2004 gab es dann die Jahreshauptversammlung der SG Neffeltal, auf der dann der Zusammenschluss perfekt gemacht wurde.

Mit dem Beitritt des SC Disternich wurde das Kleeblatt, das Quartett am Neffelbach komplettiert.

Mit dem Erreichen dieses Ziels übergab auf derselben Versammlung der 1. Vorsitzende Matthias Pieck den Staffelstab weiter an Wolfgang Mödder. Matthias Pieck, der die Geschicke der SG Neffeltal von Beginn an leitete und damit auch als einer der Väter des Vereins anzusehen ist, wurde noch an diesem Abend zum Ehrenvorsitzenden ernannt!

 

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten…. erneut ein Aufstieg!

Nach dem zweiten Aufstieg der SG Neffeltal am Ende der Saison Jahr 2001/2002 konnte sich der Verein diesmal bis ins Jahr 2006/2007 in der Kreisliga A halten. Zunächst überstand die SGN noch den Zusammenschluss aus zwei Gruppen in der Kreisliga A zu einer eingleisig geführten Spielklasse, doch schon ein Jahr darauf war der Abstieg besiegelt. Man behielt aber das Steuer fest in der Hand und schon mit dem Ende der nächsten Spielrunde ging es dann im Jahr 2008 wieder eine Etage höher und die SG Neffeltal machte den dritten, bis heute letzten Aufstieg in die Kreisliga A perfekt! Dabei wurde in diesem Fall, anders als in beiden malen davor, der Aufstieg als Tabellenführer direkt geschafft. Außerdem stand mit Ralf Kerper das erste Mal ein Trainer bei einem Aufstieg in der Verantwortung, der aus einem der vier Orte im Neffeltal, nämlich aus Disternich, stammt. Ein Umstand, durch den viele heute noch diesen Aufstieg als besonders emotional empfinden.

Und mit diesem Aufstieg ist auch der zweite Wechsel an der Vereinsspitze verbunden. Wolfgang Mödder, der von Beginn an die Geschehnisse in und um die SGN maßgeblich mitbestimmte, übergab noch am Tag des Aufstiegs die Verantwortung an Michael Engels.

Diesmal währte die Freude über das Erreichte jedoch nur eine Spielzeit und so fand sich die SGN zu Beginn der Saison 2009/2010 wieder in der Kreisliga B ein. Damit endete die bislang erfolgreichste Zeit der SG Neffeltal.

 

Fast durchgereicht

Konnte die Spielgemeinschaft Neffeltal im Sommer nach dem Abstieg noch den Gemeindepokal gewinnen und sich zum sechsten Mal in die Siegerliste eintragen, so hielt die Spielzeit 2009/2010 nicht viel Gutes für die Männer vom Neffelbach bereit.

Nicht nur, dass es im Jahr 2009 wieder zurück in die Kreisliga B ging, auch die gesamte Saison darauf zeigte kein gutes Bild! Es schien, als habe sich der Fußballgott gegen die Spielgemeinschaft gewendet und die Sterne standen äußerst ungünstig!

Die Stimmung im gesamten Verein war angespannt und die Unzufriedenheit nahezu greifbar. In diesen Tagen lief bei der SGN nicht viel zusammen.

Schon zur Winterpause wurde der Verein nicht nur vom Nikolaus, sondern auch vom Abstiegsgespenst heimgesucht. Verantwortliche, Trainer, Spieler, der ganze Verein rottete sich zusammen! Nur mit allen Kräften und nur gemeinsam, in dem dann alle an dem oft zitierten einen Strang gezogen haben, schaffte man noch den Klassenerhalt.

Am Ende stand der 14. Tabellenplatz in der Kreisliga B auf der Tafel und damit die bis zum heutigen Tag schlechteste Platzierung in der Vereinsgeschichte. Mit nur drei Punkten Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz rettete sich die Mannschaft ins Ziel und der Stein, der allen Beteiligten vom Herzen gefallen war, löste im Neffelbach eine Flutwelle aus! Bemerkenswert war, dass mit 64 erzielten Toren acht Treffer mehr erzielt wurden, als es dem Tabellenfünften gelang!

 

Auf junge Pferde gesetzt

Schon während der „Seuchensaison“ stellten die Verantwortlichen der SGN die Weichen für eine bessere Zukunft. Zumindest war dies die Hoffnung, die man mit den Veränderungen zur neuen Spielzeit verknüpfte.

So stießen sage und schreibe vierzehn neue Spieler zum Verein. Von diesen neuen Spielern waren alleine acht junge Kicker aus der eigenen A-Jugend. Darauf war man besonders stolz und glaubte sich damit auf dem richtigen Weg! Außerdem gab es mit Gerd Schrödel einen neuen Trainer, der mit neuen Methoden und Denkansätzen das Rad wieder in Schwung bringen sollte.

Doch es zeigte sich schnell, dass man die Nachwehen aus dem Abstieg vor 24 Monaten noch nicht überstanden hatte. Die Spielrunde wurde nicht viel entspannter als die im Jahr davor und so wurde der Trainer noch während des laufenden Wettbewerbs ausgetauscht und Wolfgang „Wolli“ Loos übernahm die Verantwortung. Ein Mechanismus, der nicht nur im Profilfußball greift, sondern auch im Amateursport Einzug gehalten hat. Zum Glück jedoch nicht so inflationär, wie es bei manchen Bundesliga-„Unternehmen“ in den letzten Jahrzehnten der Fall gewesen ist.

Mit dem „Neuen“ an der Seitenlinie ging es dann zwar nicht entscheidend aufwärts, aber mit dem erreichten zwölften Tabellenplatz wurde es nicht ganz so knapp wie noch im Sommer 2010. Außerdem stieg in dieser Spielzeit nur der Tabellenletzte in die Kreisliga C ab und vor diesem Platz lief das doch sehr junge Team mit einem beruhigenden Polster von zwanzig Punkten Vorsprung ins Ziel.

Es kam damit natürlich keine Euphorie auf, aber man bekam langsam wieder Vertrauen in die eigene Arbeit, die eigenen Entscheidungen und am wichtigsten: In Spieler und Trainer!

 

Kommt die Wende?

Mit dem neu gewonnen Selbstvertrauen ging es in die Spielzeit 2011/2012!

Es gelang in der Tat, sich weiter zu stabilisieren und peu à peu stieg der Glaube in Allen, dass man wieder an die erfolgreiche Zeit zwischen den Jahren 2000 und 2008 anknüpfen konnte.

Doch dem immer noch jungen Team fehlte über die gesamte Spielzeit die Konstanz und so musste man sich noch gedulden. Es wuchs zwar hier und da der Gedanke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die SG Neffeltal wieder an höhere Ziele denken konnte. Doch wie so oft und gerade nahezu immer im Fußball ist es so, dass Erfolg selten planbar ist. Mit einem achten Platz im Jahr 2012 und einem neunten Platz in der darauffolgenden Saison stagnierte die Entwicklung.

In der Zwischenzeit musste Wolli Loos das Amt des Trainers an Josef „Jupp“ Kämmerling aus beruflichen Gründen weitergeben.

Doch der Glaube blieb: Man musste nur Geduld haben und dann kommt der Durchbuch!

Und der kam! Aber ganz anders als erwartet brach die Mannschaft in der Saison 2013/2014 nicht nach oben durch, sondern fast in sich zusammen. Nach dem dritten Spieltag fand sich das Team auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder! Und selbst, wenn es danach irgendwann mal bis auf den siebten Platz hoch ging, überwinterte die Mannschaft auf Platz 12. Das war alles andere als das, was sich alle im Verein vorgestellt haben. Am wenigsten die Mannschaft selbst.

Erst die Reaktivierung „der Alten“ schaffte am Ende die Stabilität, um ein tieferes Abrutschen zu verhindern. Letztendlich kam es dann in der Rückrunde zu dem entscheidenden und richtungsweisenden Spiel in Gladbach gegen Gey, dem Verein, gegen den die SG Neffeltal damals den ersten Aufstieg durch Elfmeterschießen klargemacht hat. Sollte es wieder eine glückliche Wendung für die SGN geben oder würden die Würfel diesmal anders fallen?

Da das Spiel in der Woche nachgeholt wurde, säumten viele Interessierte aus den umliegenden Dörfern den Platz und sahen, wie die Mannschaft aus Gey schon nach achtzehn Minuten mit 1:0 in Führung ging. Pessimisten sahen schon die Lichter am Neffelbach ausgehen! Aber die erfahrenen Spieler in Reihen der SGN machten an diesem Tag den Unterschied aus und so glich erst Frank Benentreu in der 62. Minute aus, ehe Ralf Kerper in der 76. Minute den 2:1 Sieg der Mannschaft vom Neffelbach schoss. Am Ende der Spielzeit sprang letztendlich der elfte Tabellenplatz heraus.

Und wieder fiel ein Stein vom Herzen und die Flutwelle schwappte erneut durch das Neffeltal!

 

Gute Ansätze – oder doch sogar mehr?

Im Sommer 2014 stellte sich dann mit Torsten Zimmer ein neuer Trainer am Neffelbach vor. Die Erwartungen innerhalb des Vereins waren längst nicht mehr so hoch wie noch in den Jahren davor und so wurde dann auch das Turnier um den Gemeindepokal in Vettweiß eher als Test und nicht als ernstzunehmender Wettbewerb angesehen. Mit einer Mannschaft, bestückt aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft, lief es in den beiden Spielen dann allerdings äußerst erfolgreich. Niemand rechnete sich gegen die Mannschaften der SG Voreifel und dem SV Kelz irgendwelche Chancen aus, aber beide Spiele konnten gewonnen werden und so hielt am Ende der Kapitän der SGN den Siegerpokal in den Händen!

Und schon waren sie wieder da, die Gedanken und Rufe: Irgendwann kommt der Durchbruch!

Aber alle hatten noch die Erlebnisse der vergangenen Jahre in sich, trauten dem Braten nicht so recht und so ging es dann auch in die Saison. Es wurden keine großen Ziele gesteckt oder Vorgaben gemacht und man wollte dem neuen Übungsleiter erst mal Zeit geben.

Das Ergebnis konnte sich dann sehen lassen! Die Mannschaft schloss die Spielrunde auf dem fünften Platz ab. Der besten Platzierung der letzten sechs Jahre.

Geht da noch mehr? Diese Frage stellten sich jetzt alle. Zumindest im Wettbewerb des Gemeindepokals ging nicht mehr! Diesmal, im Sommer 2015 ging die SGN leer aus. Aber schon rund zehn Monate später landete das Team in der Liga auf Platz vier. Auch wenn der Sprung nicht groß war, war man überall froh und glücklich, die gute Leistung aus der Vorsaison bestätigen zu können.

Das gab auf der einen Seite der Hoffnung nach noch größeren Erfolgen Nahrung, auf der anderen Seite kehrte der Trainer aber dem Verein aus privaten Gründen den Rücken, da seine Familie in der zurückliegenden Spielzeit neue Mitglieder bekommen hat, die die volle Aufmerksamkeit forderten.

Da dieser Wechsel aber frühzeitig feststand, konnte auch schon ein Nachfolger für die Spielzeit 2016/2017 präsentiert werden – der letzten Saison vor dem ersten „echten“ Jubiläum der Spielgemeinschaft Neffeltal.

 

Im Hier und Jetzt und was kommt dann?

Seit Sommer 2016 leitet René Broichmann die sportlichen Geschicke bei der SG Neffeltal. Seine erste Saison als verantwortlicher Übungsleiter bei der SGN war allerdings geprägt durch Spielerausfälle. Es gab keinen Spieltag, an dem er mal aus dem Vollen schöpfen konnte, keine zwei Spiele hintereinander, an welchen dieselbe Mannschaft aufgeboten werden konnte. Und so ist es kaum verwunderlich, dass sich die guten Ergebnisse und die gute Entwicklung aus den beiden davorliegenden Spielzeiten nicht wiederholen ließ. Am Ende sprang für die „Erste“ ein elfter Platz heraus und damit stellt man sich die Frage nach der wahren Stärke der Mannschaft.

Kann sie Platz vier oder spielt sie um Platz zehn? Diese und viele weitere spannende Fragen um die Zukunft der SG Neffeltal 1992 können in dieser Festschrift nicht beantwortet werden. Aber beim nächsten Jubiläum, dem 50-jährigen Bestehen kann darüber berichtet werden, wie es der SG Neffeltal ergangen ist.

Was ist dann aus der Jugendarbeit des Vereins geworden, wie bringen sich die Einwohner der Orte aus dem Neffeltal in den Verein ein? Welche Rollen spielen die Vereine Sportfreunde Gladbach, FC Müddersheim, Lüxheimer SV und SC Disternich? Was ist aus den alten Sportplätzen geworden? Oder muss sogar danach gefragt werden, ob die SG Neffeltal noch am Spielbetrieb teilnimmt?

Es bleibt spannend – rund um die SG Neffeltal, den Fußball und im Neffeltal!

In diesem Sinne und mit einem kräftigen und dreifachen Hipp-Hipp-Hurra!

Spielgemeinschaft Neffeltal 1992 e.V.